Durch und durch #Projekterfolgreichmacher

Wer bei verovis arbeitet, lebt ein Selbstverständnis als #Projekterfolgreichmacher. Ein Dasein, das freilich nicht mit dem Feierabend endet, sondern beidseitige Wechselwirkungen zwischen Beruf und Freizeit hat. Welche Prämissen für #Projekterfolgreichmacher sich aus einem Rucksackurlaub durch Georgien – hier liebevoll Projekt Urlaub genannt – ableiten lassen:

Neugier

Regel Numero uno beim Start in ein neues Projekt ist es für #Projekterfolgreichmacher, den neuen Kunden kennenzulernen, sich auf die Gegebenheiten vor Ort einzulassen, die Arbeitsweise an das Umfeld anzupassen. Auch beim Backpacken gilt: Get your feet wet! Straßenimbisse testen, statt die Universaljoker Pizza und Burger zu spielen. Einheimische mit einer landesüblichen Begrüßung ansprechen, statt sie mit „Hey guys“ vor den Kopf zu stoßen. Die Geschichte des Landes reflektieren, statt blind den 08/15-Touri-Tafeln bei jeder Sehenswürdigkeit zu folgen. Kann alles auch ziemlich in die Hose gehen, in der Regel aber gelingt das Projekt Urlaub durch kulturelle Neugier und Aufgeschlossenheit ebenso wie Projekte im Umfeld des Corporate Performance Management.

Planung

So wie #Projekterfolgreichmacher vor oder zu Beginn eines Projekts Zielbild, Scope und Rahmenbedingungen abstecken, fliegen sie auch nicht vollkommen unvorbereitet in ein Urlaubsland. Na gut, vielleicht wird die grobe Reiseroute auch mal erst auf dem Weg zum Flughafen oder gar erst über den Wolken abgesteckt und außer der ersten Übernachtung ist noch keine Unterkunft gebucht. Eine Grundidee über Fixpunkte des Projekts Urlaub sollte aber im Kopf vorhanden sein. In Georgien Pflicht: Ein paar Tage die quirlige Hauptstadt Tiflis erkunden, zum Wandern in die Nähe der spektakulären 5000er, unter dem Sternenzelt dem georgischen Wein frönen – und die Erlebnisse in der Zwischenzeit werden mit Sicherheit auch keine Zeitverschwendung sein.

Spontaneität

Trotz vorhandener Leitplanken ist es für einen gelungenen Rucksackurlaub (und Projekte im Corporate Performance Management) unabdingbar, auch mal aus dem Bauch und neuen Gegebenheiten heraus zu handeln. Kurzfristig die Planung zugunsten eines Zwischenerfolgs oder neu fokussierten Ziels umzuwerfen, kann den Erinnerungswert des Projekts Urlaub ungemein erhöhen. Gori – die Geburtsstadt Stalins? Karg, grau, die Infos aus dem Museum gibt es in mindestens ebenso breit getretener Form auch bei Wikipedia. Stattdessen spontan in das mit rudimentärem Germano-Russisch angeleierte Sammeltaxi – und ab ins noch viel kargere und grauere Tschiatura. Das hat zwar keinen Stalin, dafür aber dutzende ausrangierter Seilbahnen, schwarzen Kohlestaub an wirklich jeder Hauswand und eine tolle Aussicht von einem Stollen oberhalb der Stadt zu bieten. Und wäre es ein spontaner Reinfall geworden, wäre der Verlust gegenüber Alternative A (Gori) nicht allzu groß gewesen.

Alternativen

Apropos Alternativen. Wer sich für etwas entscheidet, fällt gleichzeitig auch immer eine Entscheidung gegen etwas anderes. Je besser und gleichwertiger die Alternativen sind, desto schwerer wird die Entscheidung – aber umso höher ist am Ende im Idealfall der Ertrag. Wer nachhaltige Entscheidungen treffen will, sollte im Vorfeld also ausreichend in die Auslotung der vorhandenen Alternativen investieren. Beim Urlaub beginnt dies bereits mit der Wahl des Reiseziels (z.B. sicher vs. aufregend), setzt sich fort in der gewählten Anreise (z.B. günstig vs. kurz) und endet bei den vor Ort durchgeführten Aktivitäten (z.B. erholsam vs. spektakulär). Auch im Projektalltag gilt es, verschiedene Szenarien zu durchdenken und dabei das Wissen interner und externer Wissensträger zu nutzen.

Bewährtes

Bei aller Spontaneität bilden Heuristiken, Erfahrungswerte und Best Practices ein wichtiges Fundament für den Projekterfolg – im beruflichen wie freizeitlichen Kontext. Wurden Geheimtipps oder ungewöhnliche, aber funktionierende Transportmöglichkeiten bereits von anderen Reisenden verifiziert, ist das ein gutes Zeichen. Auch das eigene Gefühl dafür, was funktioniert / gefällt und was nicht, ist ein zuverlässiger Indikator. Angefangen bei der Lebensmittelunverträglichkeit, die sich im Urlaub sicher nicht in Luft auflösen wird (auch wenn die Walnuss-Teilchen unverschämt lecker aussehen). Ebenso schadet es nicht, auf Basis von Erfahrungswerten in Sachen Hygiene vorzusorgen (Seife ist in einigen Ländern ebenso wenig Standard wie Toilettenpapier) oder gewohntes Verhalten beizubehalten (z.B. den als verträglich eingestuften Schärfegrad einer Speise nicht zu überschreiten).

Home Base

Chaos und ständige Wechsel tun kaum einem Projekt gut. So lohnt es sich auch im Urlaub, öfter mal zu verweilen und sich einen Moment lang gut aufgehoben zu fühlen. Im Fall von Georgien geht das sogar so weit, dass die meisten Pflicht-Ziele per Tagesausflug von Tiflis aus zu erreichen sind. Das lässt sich analog auf ein Project Management Office (PMO) als feste Anlaufstelle für heterogene  Anliegen und Anforderungen eines Projekts abstrahieren.

Netzwerken

Jede Person bringt Charaktereigenschaften, Erfahrungswerte und Detailwissen mit, die zusammen einen wertvollen, umfangreichen Fundus bilden. Darum lohnt es sich, aktiv auf verschiedene Persönlichkeiten zuzugehen, um aus diesen Ansprechpartner zu machen. Auch wenn das Wissen einer Person nicht unmittelbar benötigt wird, kann es in Zukunft jederzeit hilfreich sein. Und wenn es dann auch noch zwischenmenschlich passt, gibt es ohnehin keine Argumente, die gegen aktives Netzwerken sprechen.

Crossfunktionale Teams

Die eine kann ein paar Brocken Georgisch, der andere hat zwei Jahre in Russland gelebt, die nächste ist eisenharte Marathonläuferin, ein weiterer hat genügend Powerbars für eine georgische Kleinstadt dabei. Viele Charaktere, Talente und Eigenschaften, aber ein gemeinsames Ziel: die Besteigung eines Fünftausenders. In Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Bergführer aus der Region ist es der perfekte Team-Mix für dieses Unterfangen. Funktioniert übrigens auch bestens in der Finanzabteilung, wenn kluge Köpfe aus Accounting, Reporting, Controlling, IT und Infrastruktur zusammenarbeiten.

Vertrauensvorsprung

Damit ein Projekt gelingt, müssen die Beteiligten einigen Dingen auch mal ihren Lauf nehmen lassen. Hier gilt es, einen Vertrauensvorsprung einzubringen. Sei es der Minibus, der in Deutschland seit Jahren durch keinen TÜV mehr gekommen wäre, aber in Georgien noch für mindestens doppelt so viele Jahre seinen Dienst als Transportmittel tun wird. Oder die Darstellungsform des externen Reporting, das zwar aus Beratersicht Nackenhaare aufstellt, von den Stakeholdern aber genau so anerkannt und auch in Zukunft gewünscht ist. Freilich darf der Vertrauensvorsprung nicht in Naivität enden.

Skepsis

Den Grad zwischen Vertrauensvorsprung und Naivität sichert eine weit verbreitete menschliche Eigenheit ab: Skepsis. Um das richtige Mittel zu finden, braucht es vor allem eine durch Lebenserfahrung gewonnene Menschen- und Situationskenntnis. Was faul riecht oder aussieht, sollte nicht arglos gegessen werden. Auch zu-schön-um-wahr-zu-sein-Situationen verdienen eine skeptische Betrachtung, sonst stellt sich das perfekte Schaufenster-Exemplar schnell als genaues Gegenteil der Realität dar. Bei der Meinungsbildung schadet es nicht, sich die Meinung und Ratschläge anderer, erfahrener Beteiligter anzuhören (siehe Punkt: Kontakte knüpfen).

Fragen

Wer? Wie? Was? Wieso? Weshalb? Warum? – Wer nicht fragt, bleibt dumm. Eine Weisheit aus dem Kinderfernsehen, die sich im „wahren Leben“ ebenso bestätigt wie im Projektalltag. Zwar gibt es freilich Dinge, die auch durch eigenes Hirnschmalz in vertretbarer Zeit in Erfahrung gebracht werden können. Auf der anderen Seite steht meist jemand, die/der sich mit dem Sachverhalt besser auskennt und darüber hinaus sogar nützliche Zusatzinformationen parat hat. Die Informationen eines Locals in der georgischen Prärie sind mit Sicherheit wertvoller als der Reiseführer mit „Insider“-Tipps für weichgespülte Rucksack-Teenager aus G7-Staaten.

 

Die richtige Kombination der aufgeführten Prämissen ergibt den Teig für perfekte #Projekterfolgreichmacher. Um eine gesunde Mischung zu finden, bedarf es Gespür, Anleitung, aber allen voran Erfahrung. Dies ist der Grund, warum verovis auf nachhaltige Entwicklungspfade von Mitarbeiter*innen setzt und ihnen langfristige Perspektiven bietet. Wenn auch Sie einmal mit den #Projekterfolgreichmachern von verovis arbeiten wollen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen spannende Herausforderungen anzugehen.

Johannes Markmann
Johannes Markmann
09 September, 2018
bi program management