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verovis Fachwörterbuch

Definitionen aus dem Bereich Corporate Performance Management

In diesem Fachwörterbuch gibt verovis Definitionen für Termini aus den Bereichen Konsolidierung, Planung, Forecasting, Budgetierung, Controlling, Advanced Analytics, Business Intelligence, Tools, Rechnungslegung, Reporting, SAP, CCH Tagetik und vielen weiteren.


ABAP

ABAP ist eine Programmiersprache und Eigenentwicklung von SAP. Die Abkürzung steht heute für "Advanced Business Application Programming". ABAP findet vor allem Anwendung bei den Produkten von SAP, wie beim Unternehmens-Informationssystem SAP ERP R/3. 

Analytics

Analytics ist ein Datenanalyse-Prozess, wobei historische Daten untersucht werden, um potenzielle Trends vorherzusagen, vergangene Entscheidungen zu analysieren oder bestimmte Leistungen zu evaluieren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse  werden meist zur Entscheidungsfindung genutzt, wie zum Beispiel im Geschäftsalltag (Business Analytics) oder im Sport (Sports Analytics) 

Analytics Cloud

Analytics-Cloud ist ein Service-Modell, bei dem der Datenanalyse-Prozess (siehe hierzu Analytics) vollständig oder teilweise auf sogenannten Cloud-Servern extern durchgeführt wird. Diese Server werden meist von Unternehmen betrieben, die die Rechenleistung ihrer Server als Dienstleistung verkaufen.

Arcplan

Arcplan ist eine Software für Business Intelligence (siehe hierzu Business Intelligence (BI)), Budgetierung, Planung & Forecasting des Unternehmens "arcplan Information Services GmbH". 

Aufriss

Der Aufriss eines Datensatzes definiert die späteren Auswertungsmöglichkeiten im Reporting. Somit beschreibt der Aufriss die Ausprägung nach einer bestimmten Dimension im Datenmodell. Meldet beispielsweise eine Gesellschaft ihren Umsatz gesplittet nach Ländern, so kann man ebenfalls von einem "Aufriss des Datensatzes nach Ländern" sprechen. Oftmals wird in der Datenmeldung zwischen verpflichtenden und optionalen Aufrissen unterschieden.

Automatisierung

Automatisierung ist die Steuerung und ggf. Regelung von Prozessen durch Automaten, welche selbstständig ein Programm befolgen und dabei aufgrund des Programms Entscheidungen treffen. Kurz gesagt ist es die Übertragung von Prozessen vom Menschen auf künstliche Systeme.

Back-End

Als Back-end wird der Teil eines IT-Systems bezeichnet, der sich mit der Datenverarbeitung im Hintergrund beschäftigt. Der Begriff dient der Unterteilung bei komplexeren Softwarestrukturen. Das Pendant zum Back-End ist das Front-End, welches im Vordergrund mit dem Benutzer interagieren kann.

Best Practice

Als "Best Practice" werden bestimmte Prozesse und Funktionen bezeichnet, die sich durch Benchmarks als "Beste" herausgestellt haben. Best Practices können Branchenübergreifend umgesetzt werden.

Best-of-Breed

Best-of-Breed bezeichnet den Vorgang die individuell beste IT-Lösung für ein Unternehmen aus verschiedensten Anbietern zusammenzustellen. Hintergrund sind die zahlreichen ERP-Komplettlösungen von Anbietern, welche allerdings nicht immer optimal zu Prozessen in Unternehmen passen. Daher wird die bestmögliche Komplettlösung aus verschiedenen Modulen, verschiedener Anbieter zusammengestellt.

Bewegungsdaten

Datensätze, welche im Gegensatz zu den Stammdaten die wirtschaftliche Entwicklung präsentieren; hierunter werden Bilanz- und GuV-Werte subsumiert sowie Spiegelangaben. Im Gegensatz dazu stehen Stammdaten, welche das Datanmodell definieren; hierzu zählen Gesellschaftsnamen, Währungen, Konten- und Bewegungsartendefinitionen sowie Szenarien und Perioden. Stammdaten stellen also die Struktur und Bewegungsdaten die Inhalte jeder Applikation dar.

Big Data

Big Data bezeichnet große Mengen an Daten aus verschiedensten Quellen wie z.B. Internet und Mobilfunk, die mit speziellen Lösungen gespeichert, verarbeitet und ausgewertet werden können. 

Bilanz

Die Bilanz  ist Bestandteil des Jahresabschlusses von Unternehmen. Sie ist eine Gegenüberstellung des Vermögens und der Schulden in Form von Aktiva und Passiva, welche zu einem Stichtag (Bilanzstichtag) aufgestellt werden muss. 

Blackline

Blackline ist eine 2001 gegründete, US-Amerikanische Firma aus der Branche der Unternehmens- (Enterprise) Software. Das Unternehmen hat sich auf cloud-basierte Software zur Steuerung und Automatisierung von Buchhaltungs- und Finanzabschlussprozessen, sowie Intercompany-Abstimmprozessen spezialisiert. Ein Kernprodukt von Blackline ist die „BlackLine Financial Close Suite for SAP Solutions“, welche für die Plattform SAP NetWeaver auf SAP HANA zertifiziert ist und eine Echtzeit-Integration in SAP ERP ermöglicht.

Business Intelligence (BI)

Business Intelligence (BI) ist ein übergeordneter Begriff für Anwendungen, Infrastruktur, Tools und Best Practices (siehe hierzu Best Practices), welche den Zugriff auf und die Analyse von Informationen ermöglichen, um Entscheidungen und Leistung zu verbessern und zu optimieren.

Cloud Computing

Cloud Computing beschreibt die Bereitstellung von dynamischen IT-Ressourcen, welche über Internet oder Intranet zur Verfügung gestellt werden. Unternehmen wie auch Privatpersonen müssen somit keine eigene Rechnerleistung oder auch Software stellen und erkaufen sich die IT-Ressourcen als Dienstleistung. 

Cognos

Cognos Corp. ist ein 1969 gegründetes, zu IBM gehörendes Softwareunternehmen, welches Business Intelligence und Performance Management-Lösungen anbietet. Hauptsitz ist in Ottawa, Kanada. 

Controlling

Controlling ist ein Teilbereich des unternehmerischen Führungssystems, dessen Hauptaufgabe die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Unternehmensbereiche ist. Im Controlling laufen die Daten des Rechnungswesen und anderer Quellen  zusammen.

Corporate Performance Management

Unter Corporate Performance Management (CPM) versteht man eine der zentralen Managementaufgaben eines Konzerns. Es fasst die systematische strategieorientierte Steuerung der Unternehmensleistung zusammen. Bereiche wie die Fixierung von Zielen und Zielwerten für Key Performance Indicators (KPIs), die Planung und Budgetierung, die Ist-Wert-Erhebung, der Plan-Ist-Vergleich (Reporting) und das Abweichungsmanagement sind in das CPM zu integrieren. Nur wenn Resultate mit den Zielen in Einklang stehen, werden sie auch als Performance bezeichnet.

Data Warehouse (DWH)

Beim Data Warehouse (DW oder DWH) handelt es sich um eine zentrale Sammlung von (Unternehmens-)Daten, deren Inhalt sich aus verschiedenen Quellen speist und dann vor allem zwecks Analyse und betriebswirtschaftlicher Entscheidungshilfe dauerhaft gespeichert wird. Das strukturierte Data Warehouse fungiert häufig als Grundelement einer unternehmensweiten Strategie für Performance Management oder Business Intelligence Lösungen.

Deckungsbeitrag

Differenz zwischen Umsatzerlösen und variablen Kosten; diese Betrachtung kann das gesamte Unternehmen oder auch einzelne Produktbereiche / Produkte umfassen. Bereiche mit längerfristig negativem Deckungsbeitrag sollten hierbei eingestellt werden, da mit jeder Einheit zusätzlicher Produktion und zusätzlichem Absatz Werte vernichtet werden; umgekehrt verhält es sich bei positivem Deckungsbeitrag. Hier muss allerdings besonders auf die Abgrenzungs-und Zurechnungsproblematik der variablen Kosten geachtet werden.

Deckungsbeitragsrechnung

Ermittlung des oben definierten Wertes durch verursachungsgerechte Kostenermittlung und -zuordnung bestenfalls je Produktbereich/-gruppe

Deployment

Deployment wird im IT-Umfeld die "Verteilung von Software" bezeichnet. Hierbei handelt es sich neue Software oder auch Updates vorhandener Software, welche zur Sicherstellung der betrieblichen Funktionen oder der Datensicherheit manuell oder automatisch auf Rechner und deren Systemen aufgespielt werden.

FX Rate

Abkürzung für “Exchange Rate” (Wechselkurs) in einer Währungsumrechnung zwischen zwei verschiedenen Währungen.

Governance

Bezieht sich auf institutionelle Rahmenbedingungen und umfasst Vorgaben und Pozesselemente wie Information, Kommunikation und Kooperation. Ziel ist, die Unternehmenslenkung im Hinblick auf verbesserte Effizienz und Effektivität zu befähigen.

Hyperion

Hyperion Solutions Corporation ist ein Softwareunternehmen, das Business-Performance-Management-Lösungen anbietet. Hyperion bietet Lösungen für Business Intelligence, Planung und Konsolidierung. 2007 wurde das Unternehmen von Oracle übernommen. 

Intercompany Management

Übersicht und Analyse der Entwicklungen der einzelnen konzerninternen Beziehungen; Ziel ist, die Abweichungen der Schulden- und Aufwands- und Ertragskonsolidierung zu minimieren als auch den periodischen Abstimmungsprozess zu beschleunigen. Dafür werden in technischen Konsolidierungslösungen sogenannte IC-Cockpits verwendet, welche die Übersichtlichkeit und Analyse einzelner IC-Salden verbessern und erleichtern.

Jedox

Jedox ist ein Software Produkt, der in Freiburg ansässigen Jedox AG, zur Erstellung von Lösungen für Business-Intelligence und Preformance-Management. Jedox bietet Möglichkeiten in den Bereichen Planung, Analyse und Reporting und Datenkonsolidierung und kann branchen- und fachbereichsübergreifend eingesetzt werden. Dazu werden u.a. Module für das modellieren von ETL- Prozessen, Erstellung von OLAP-Datenmodellen, sowie ein spezieller Connector für SAP ERP und BW bereitgestellt. Als User Interface bietet Jedox sowohl ein Web Front-End, als auch ein Excel Add-In. Technisch kann Jedox auf mittels eines GPU (graphical processor unit) die Rechenleistung aus dem Arbeitsspeicher von Grafikkarten nutzen und so eine hohe Performance im Beriech multidimensionaler Datenanalysen erreichen.

Kapitalkonsolidierung

Vorgang der Eliminierung aller konzerninternen Kapitaltransaktionen; diese umfassen die Akquisition und Investition der Muttergesellschaften in die Tochtergesellschaften. Die Muttergesellschaften bilanzieren diese Beträge als Anteile oder Beteiligungen an verbundenen / assoziierten Unternehmen, während die Tochtergesellschaften diese Investitionen der Muttergesellschaften als Eigenkapital buchen. Die historischen Eigenkapitalsalden werden dann gegen die Anteile ausgebucht und die Differenz als Geschäfts- und Firmenwert bzw. negativer Unterschiedsbetrag in der Ergebnisrechnung ausgewiesen. Sollten neben der Muttergesellschaft noch andere Anteilseigner vorhanden sein wird ihr Anteil als Minderheitenanteil innerhalb des Eigenkapitals dargestellt.

Key Performance Indicator (KPI)

Kenngrößen, welche auf einen Blick Aussagen über wirtschaftliche Situation eines Unternehmens zulassen; bspw. ist die Umsatzrendite oder die Gesamtkapitalrendite eine Kenngröße, welche im Zeitablauf oder zwischen Unternehmen betrachtet Rückschlüsse über die Wettbewerbsfähigkeit und Überlebensfähigkeit eines Unternehmens ermöglicht.

Konsolidierung

Zusammenfassung der Abschlüsse rechtlich selbständiger Unternehmen, welche als ein wirtschaftliches Unternehmen dargestellt werden. Zu diesem Zweck müssen alle konzerninternen Kapital-, Leistungs- oder Finanzbeziehungen eliminiert werden, da ein Unternehmen keine Transaktionen mit sich selbst durchführen kann. Zu den einzelnen Bereichen zählen die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie Zwischenergebniseliminierung.

Konsolidierungskreis

Umfasst alle Unternehmen, welche als Teil der Konzerngruppe konsolidiert werden müssen; der Kreis umfasst das Mutterunternehmen, die vollkonsolidierten Tochterunternehmen (beherrschender Einfluß) sowie die assoziierten Unternehmen (maßgeblicher Einfluß). Sobald diese Arten von Einfluß erlangt werden gehören die Unternehmen zum Konsolidierungskreis.

Kontenplan

Darstellung aller Bilanz- und Ergebnisrechnungspositionen inklusive Nomenklatur, Hierarchie und Bezeichnungen. Die Hierarchieen dienen der Gliederung und Aggregation der einzelnen Werte. Ebenfalls sollte der Kontenplan die Festlegung enthalten, welche Konten Aktiva, Passiva, Aufwendungen und Erträge darstellen. Außerdem werden hier IC-Konten im Bilanz- und Ergebnisrechnungsbereich definiert. Buchungen können nur auf Basiskonten durchgeführt werden.

Konzern

Mehrere rechtlich selbständige Unternehmen unter einer wirtschaftlichen Leitung; diese Leitung kann durch Aktien- oder Stimmrechtsmehrheit erlangt werden und führt dazu, dass die Konzernunternehmen faktisch wirtschaftlich abhängig sind. Daher wird ein konsolidierter Abschluss erstellt, welcher die Zahlen so berichtet, als ob es sich um ein einzelnes Unternehmen handelte.

Konzernbilanzierung

Vorgang der Eliminierung aller konzerninternen Transaktionen in Bilanz und Ergebnisrechnung eines Konzerns. Ziel ist die Darstellung als ein einheitliches Unternehmen. Trotz der Bezeichnung Bilanzierung umfasst der Vorgang alle Abschlussformate (Bilanz, GuV, Spiegel, Liquiditätsrechnung) der beteiligten Unternehmen.

Kostenrechnung

Rechnungs- und Darstellungsformat der Ergebnisrechnung, welches sich auf wiederkehrende, operative Aufwendungen und Erträge bezieht, um die Fähigkeit eines Unternehmens beständig Überschüsse zu erzielen beurteilen zu können. Die Werte sind teilweise anders als in der handelsrechtlichen Ergebnisrechnung, da hier von Wiederbeschaffungswerten und kalkulatorischen Aufwendungen ausgegangen wird, um zu aktuelleren vom Anschaffungswert unabhängigen Aussagen zu kommen.

MDX

Multidimensional Expressions (MDX) ist eine von Microsoft entwicklelte Datenbanksprache für OLAP-Datenbanken.

Sandbox

Eine Sandbox bezeichnet einen isolierten Systembereich, welcher unabhängig und ohne Auswirkung auf operative Systemressourcen funktioniert. Sandboxes bilden so eine Art Container und eine sichere Testumgebung. Sie werden häufig genutzt, um potentielle unsichere oder instabile Softwareentwicklungen zu testen. verovis nutzt ebenfalls ein internes Sandbox-Modell für Demonstrations- und Entwicklungszwecke.

Schuldenkonsolidierung

Methode der Konsolidierung, welche alle konzerninternen Bilanzbestandteile mit Forderungs- oder Verbindlichkeitscharakter eliminiert. Hierunter fallen vor allem Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen und Darlehensverbindlichkeiten sowie aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten. Dieser Vorgang ist notwendig, um dem Einheitskonzept der Konzernbilanzierung genügen zu können.

Stichtagskurs

Wechselkurs als Austaschverhältnis zwischen verschiedenen Währungen zu einem festen Zeitpunkt; wird für Umrechnung der Bilanzendwerte in der Konzernrechnungslegung verwendet.

Tagetik

CCH Tagetik ist eine Software-Lösung zur Unterstützung verschiedenster CPM (Corporate Performance Management) Disziplinen. Insbesondere in den Bereichen Budgetierung, Planung, Konsolidierung, Abschlusserstellung, Reporting, Analyse und Finanzberichterstattung verfügt Tagetik über ausgereifte, vielfältige Funktionen.

Workflow

(dt. Arbeitsablauf) bezeichnet Techniken zur Überwachung und Steuerung von Geschäftsprozessen. Dabei werden Informationen oder Aufgaben entlang einzelner Prozesse und Organisationseinheiten zur Weiterberarbeitung nach einem definierten Regelwerk weitergereicht. In der EDV werden häufig Workflow-Management Systeme (WfMS) eingesetzt, um eine teilweise automatische Workflow-Unterstützung zu modellieren und zu steuern. Typische Beispiele für Geschäftsprozesse, die mit Hilfe eine Workflow-Management Systems gesteuert werden, sind bspw. Bestellprozesse oder Abschlussprozesse im Finanzbereich.